In New York begann 1956 Tomi Ungerers Kar-
riere, zun?chst als Illustrator, Werbegrafiker und
Sch?pfer zahlreicher Kinderbilderb?cher. In
jenen Jahren erhielt er ?ber f?nfzig Auszeich-
nungen, darunter The Society of Illustrators'
Gold Medal<, The Art Directors' Club Award
und Preise f?r die besten Kinderb?cher des Jah-
res der New York Times und der New York
Herald Tribune. Seine ?B?cher f?r Erwachsene?
wie Die Party (1966) und Fornicon (197o) sind
b?se Gesellschafts-Satiren; von seinen rund so
Kinderb?chern hat er fast die H?lfte selbst
geschrieben; einige davon sind in mehr als zehn
Sprachen (sogar ins Chinesische) ?bersetzt wor
den. Als seine B?cher auch in Europa erschienen,
erntete Ungerer Kritikerlob, wie er es selbst in
New York nicht gekannt hatte:
?Darf sich ein K?nstler, der sich als Gesell-
schaftskritiker empfindet, von tiefster Ver?ch-
tung gegen eine bestimmte Gesellschaftsschicht
leiten lassen? Er darf es, wenn er die bitterb?se
Genialit?t Ungerers besitzt...?
Erich Pfeiffer-Belli
?Goya zeichnete 82 Bl?tter ?ber die Schrecken
des Krieges. Ungerer ist ein Goya der Zivilisa-
tion, seine 62 Bl?tter Formicon intormieren ?ber
einen Krieg der Geschlechter, der nur Verlierer
kennt. Neben ihm ist der George Grosz der
zwanziger Jahre ein Idylliker.? Georg Hensel
?Hogarth und George Grosz haben ihr Zeitalter
nicht weniger begreiflich gemacht...
Walther Killy
ISBN 3-257-20487-6 1980
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