Uber dieses Buch
nLyrik ist Gesang, wenn nicht gar Musik. Ich bestehe daraut,
da? das Gedicht nur vollendet ist, wenn es Gesang wird: Wort
und Musik zugleich. Es ist Zeit, den Verfall der modernen Welt,
vor allem der Dichtung aufzuhalten. Die Dichtung mu? wieder
zu ihren Urspr?ngen zur?ckinden, zu den Zeiten, in denen sie
gesungen und getanzt wurde, wie noch heute im schwarzen
Atniikae, schrieb Senghor in seinen Essays. Er selbst hat diese
Forderungen eindrucksvoll verwirklicht. In mitreil?enden, pak-
kenden Versen beschw?rt Senghor seine Heimat, Savannen und
Walder, den ekstatischen Rhythmus des Tam-Tam, alte Sagen
und Heiligt?mer, Afrikas Gr?l?e und Afrikas Dem?tigung,
Sklavenhandel und Kolonialzeit, den Aufbruch der afrikani-
schen Volker - die gro?en M?chte des Lebens : Liebe, Natur,
Gl?ck, Freundschatt, Glauben. ?Tanzen wir, der Gesan
peitscht das Blut, der Rhythmus verjagt die Angst, die uns an
der Kehie gepackt h?lt. Das Leben h?lt den Tod in Entiernungs,
endet cines der Gedichte. Von Geburt Afrikaner, nach Erzie-
hung und Bildung Franzose, hat Senghor afrikanisches Denken
und Fuhlen den Nicht-Afrikanern erschlossen. Sein dichter
scher Auftrag ist identisch mit dem Appell zur br?derlichen
Verstandigung der Kontinente.
|